"On & off in a snap" - die schnellste Mascara der Welt? - Maybelline Snapscara - Review & Tragebilder

Freitag, Februar 08, 2019
Mit den Maybelline-Mascaras war ich bisher im Allgemeinen sehr zufrieden – Beispiele sind die Total Temptation oder die Lash Sensational Mascara – deshalb steht heute auch die neue Snapscara auf dem Prüfstand.

Sie gehört zu den Tubing Mascaras und wirbt mit einigen ganz besonderen Eigenschaften. Diese Art Mascara ist im Grunde keine Neuheit – es gibt sie schon seit einigen Jahren – allerdings haben sie noch keine größere Bekanntheit erlangt. Das liegt vermutlich auch daran, dass sie oft nicht als solche ausgewiesen und nur an den Inhaltsstoffen erkennbar sind – dazu aber gleich noch mehr.

Preislich liegt die Snapscara mit knapp 10 € im gewohnten Rahmen. Ihr bekommt sie in den Maybelline-Theken und in den meisten Drogerien aktuell auch nochmal auf einem Extra-Aufsteller. Das war für mich beim Kaufen ein echter Glücksfall, denn das Fach in der Theke war leergefegt. Um die Ecke hatte sich aber noch der Aufsteller versteckt und so konnte ich mir dann doch mein Exemplar sichern.


Das verspricht Maybelline:

Mehr als nur Mascara! - Von bröckelnder Mascara, Panda-Augen und dem täglichen Kampf beim Abschminken hast du ein für alle Mal genug? Dann ist es Zeit für eine Mascara Innovation! Die Snapscara sorgt super schnell für geschmeidiges Volumen ohne zu verschmieren oder zu verklumpen und geht mit warmem Wasser ganz einfach wieder ab.

Was ist Tubing Mascara überhaupt?

Der Unterschied liegt in der Zusammensetzung. Während herkömmliche Wimperntusche aus einem Basisgemisch aus Ölen, Wachsen und Farbpigmenten besteht, kommen bei der Formel der Tubing Mascara sogenannte Polymere zum Einsatz. Die synthetischen Polymere haften fest aneinander und sind daher auch die Basis für Fixing und Haarsprays. Dadurch ummanteln sie die Wimpern mit einer Art wischfesten Röhrchen (Tubes - daher der Name Tubing Mascara).
Hört sich erstmal so an, als bekäme man sie nie wieder von den Wimpern herunter, aber im Gegenteil sollen sie einem das Abschminken um einiges leichter machen als normale Mascara. Lauwarmes Wasser und sanfte Reibung sollen schon ausreichen, um die Tubes aufzubrechen oder von den Wimpern abzuziehen.

Mit Bröckeln und Abfärben hatte ich glücklicherweise noch bei keiner Mascara Probleme, daher bin ich mehr als auf die Haltbarkeit aufs Abschminken gespannt!



Erster Eindruck:

Wir kennen wahrscheinlich alle die charakteristische Form der Maybelline-Mascaras. Wie zuletzt bei der Total Temptation Mascara (die Review dazu findet ihr hier) haben sie sich auch für die Snapscara etwas Neues einfallen lassen.

Das neuste Mitglied der großen Mascara-Familie ist modern minimalistisch gehalten - besonders was die Farbe angeht. Während daran bei den Vorgängern oft nicht gespart wurde, wurde beim Design der schlanken eckigen Tube auf monochrom gesetzt. Aufmachung und Schriftzug erinnern mich sehr an die Isabel Marant Kollektion von L'Oréal Paris.

Interessant ist, dass die amerikanische Version zusätzlich ein Print aus abstrakten Augen ziert. Auch wenn es mir nach wie vor ein Rätsel ist, kennen wir das Phänomen der unterschiedlichen Verpackungen für dasselbe Produkt ja bereits von der Schwestermarke L'Oréal Paris.

Freunde der Farbe (zu der Fraktion gehöre ich ja eher nicht...) können sich freuen, dass es neben dem klassischen Schwarz Pitch Black auch ein kräftiges Azurblau (Deja Blue) und das dunkle lilastichige Burgunderrot Black Cherry gibt - für Mascara eine wirklich interessante Farbe, die sogar ich mir schön vorstellen kann.

Inhaltsstoffe:

AQUA / WATER, STYRENE/ACRYLATES/AMMONIUM METHACRYLATE COPOLYMER, BUTYROSPERMUM PARKII BUTTER / SHEA BUTTER, PROPYLENE GLYCOL, GLYCERYL STEARATE, DIMETHICONE, POLYBUTENE, PEG-100 STEARATE, BEHENYL ALCOHOL, SORBITOL/SEBACIC ACID COPOLYMER BEHENATE, DIVINYLDIMETHICONE/DIMETHICONE COPOLYMER, GLYCERYL STEARATE CITRATE, DISODIUM ETHYLENE DICOCAMIDE PEG-15 DISULFATE, PHENOXYETHANOL, CAPRYLYL GLYCOL, GLYCERYL DIBEHENATE, GLYCERIN, AMMONIUM POLYACRYLOYLDIMETHYL TAURATE, DIMETHICONE/VINYL DIMETHICONE CROSSPOLYMER, SILICA, BUTYLENE GLYCOL, POTASSIUM SORBATE, TRIBEHENIN, XANTHAN GUM, DIMETHICONOL, TOCOPHERYL ACETATE, SODIUM LAURETH SULFATE, GLYCERYL BEHENATE, BHT, ETHYLHEXYLGLYCERIN, DISODIUM EDTA, C12-13 PARETH-23, C12-13 PARETH-3, TETRASODIUM EDTA, METHICONE, TOCOPHEROL, CITRIC ACID [+/- MAY CONTAIN CI 77491, CI 77492, CI 77499 / IRON OXIDES, CI 77007 / ULTRAMARINES, CI 75470 / CARMINE, CI 77891 / TITANIUM DIOXIDE, CI 77288 / CHROMIUM OXIDE GREENS, CI 42090 / BLUE 1 LAKE, CI 19140 / YELLOW 5 LAKE, CI 16035 / RED 40, MICA, CI 77742 / MANGANESE VIOLET, CI 77510 / FERRIC FERROCYANIDE]

Auftrag & Ergebnis:

Das von Maybelline als "Easy-Glide-Bürste" titulierte Nylon-Bürstchen ist gebogen mit zur Spitze hin kürzer werdenden Borsten. Ich finde es vergleichsweise groß. An den oberen Wimpern komme ich sehr gut damit zurecht, für den unteren Wimpernkranz wäre mir persönlich eine kleinere, weniger gebogene Bürste lieber.


Die Textur ist etwas anderes als bei einer durchschnittlichen Mascara. Man merkt der Konsistenz an, dass kein Öl und Wachs enthalten ist. Sie ist weniger cremig, sondern relativ flüssig und nass. Der Abstreifer funktioniert aber hervorragend. Anders als man es erwarten würde, kommt das Bürstchen nicht komplett vollgeschmiert heraus und ich habe nicht das Bedürfnis, es vor dem Tuschen nochmal extra abstreifen zu müssen.

Auch nach zwei Schichten (mehr habe ich nicht ausprobiert) verkleben die Wimpern nicht, es bilden sich höchstens winzig kleine Knübbelchen an den Spitzen. Allerdings ist die Snapscara die erste Mascara, bei der ich das Gefühl habe, dass Schichten kaum mehr Effekt bringt. Während manch andere Mascara ihre volle Wirkung erst nach zwei oder sogar drei Schichten entfaltet, merkt man hier zwischen der Ersten und Zweiten praktisch keinen Unterschied.

In anderen Bewertungen war oft die Rede von hoher Deckkraft und starker Pigmentierung. Ich finde im Gegenteil, dass sie die Wimpern nicht so tiefschwarz einfärbt wie Andere. Der Eindruck kommt vielleicht auch daher, dass jede einzelne Wimper für sich fein eingehüllt wird und der Wimpernkranz dadurch insgesamt nicht so voll, dicht und intensiv wirkt.


links: ungetuscht, rechts: 2 Schichten

Off in a snap – Abschminken nur mit Wasser?

Seit der Entdeckung meines geliebten Balea Reinigungsöls ist das Abschminken von Mascara, was sich durchaus als hartnäckig erweisen kann, kein Problem mehr für mich. Damit habe ich bis jetzt jede Mascara ganz einfach restlos abbekommen.

Abschminken nur mit Wasser klingt aber schon zu einfach und musste natürlich ausgetestet werden. Erstaunlicherweise lässt sich die Tusche tatsächlich ganz leicht entfernen, ohne dass man sich die Augen aus dem Kopf rubbeln und Wimpern ausreißen muss. Nicht so schön ist, dass die Tubes dabei in Tausend Einzelteile zerbröseln. 
Mit Öl finde ich es daher deutlich angenehmer, wenn man sich nicht die ganzen trockenen Krümel durchs Gesicht reibt.


Fazit:

Die Gel-Tube-Formulierung der Maybelline Snapscara färbt die Wimpern bis ganz zur Spitze ein, definiert und lässt sie unheimlich lang aussehen. Volumen und Dichte kommen dagegen in meinen Augen zu kurz.

Das ist natürlich immer sehr subjektiv und hängt auch vom eigenen Wimperntyp ab, aber mich hat das Ergebnis nicht nachhaltig beeindruckt – das einfache Abschminken dagegen schon eher.

Wie schon erwähnt, kann ich die Haltbarkeit leider schlecht beurteilen, da ich nicht mit öligen Lidern gesegnet worden bin und mir Mascara in dieser Hinsicht nie Probleme bereitet hat. Bei mir hat alles tadellos gehalten und wenn man dem Prinzip Tubing Mascara vertraut, dürfte das auch auf Mascaraträgerinnen mit Haltbarkeitsproblemen zutreffen.

Habt ihr die neue Maybelline Snapscara schon entdeckt? Und falls ihr sie auch getestet habt: Konnte sie euch überzeugen?

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